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Was bedeutet nachhaltiges Leder? Die Wahl für die Rifò-Tasche

Nachhaltiges Leder ist ein heikles Thema. In dieser Welt gibt es keine optimalen Lösungen, sondern nur Kompromisse.

Die wichtigste Entscheidung lautet: Leder ohne Tierleid oder plastikfreies Leder?

Während wir an der Idee arbeiteten, eine Tasche zu entwickeln, die den Prinzipien von Rifò entspricht – Prinzipien, die natürliche Materialien und Recycling in den Vordergrund stellen – sind viele Zweifel aufgekommen.

Veganes Leder? Tierische Lederreste? Leder aus Pilzen? Wie geht man vor, um ein neues, verantwortungsbewusstes Produkt mit möglichst geringer Umweltbelastung zu schaffen?

Wir wollten, dass unsere Tasche ein strukturiertes und langlebiges Objekt aus einem natürlichen und biologisch abbaubaren Material ist und vor allem, dass sie keine Kunststoffmaterialien enthält.

Unsere Recherche begann vor zwei Jahren und nach einem langen Prozess haben wir unsere Idee einer nachhaltigen Tasche entwickelt. Diese wurde schließlich mit der Capsule-Kollektion Cecchi De Rossi X Rifò umgesetzt – ein toskanisches Unternehmen, das viel über Handwerkskunst und langsame, bewusste Produktionsprozesse zu erzählen hat.

Nachdem wir uns eine eigene Meinung dazu gebildet haben, welches das nachhaltigste Material für eine Tasche sein könnte, möchten wir die gesammelten Erkenntnisse und Überlegungen teilen.

 





Was bedeutet nachhaltiges Leder

Nachhaltiges Leder wird heute im Wesentlichen mit zwei Konzepten verbunden. Einerseits gibt es tierisches Leder, das jedoch unter ethischen Bedingungen produziert wird; andererseits die Welt der pflanzenbasierten Leder, auch bio-based Leder genannt, die oft Polyurethan, PVC oder Mikrofaser enthalten.

Leider gibt es derzeit auf dem Markt nur wenige Alternativen zu Leder, die völlig ohne Kunststoff auskommen. Deshalb müssen wir selbst definieren, was nachhaltiges Leder bedeutet. Diese Bewertung hängt stark von den persönlichen Prinzipien und Werten ab, die für jede Person Priorität haben.



Alternativen zu Leder: einige Unterscheidungen

Jahrzehntelang haben wir Öko-Leder für etwas Umweltfreundliches gehalten. Doch wir lagen damit falsch.

Unter Öko-Leder versteht man tatsächlich vollsynthetisches Leder, das aus Erdölprodukten wie Polyurethan hergestellt wird. Dieses Material ist kaum langlebig und beginnt oft schon nach wenigen Monaten oder spätestens einem Jahr zu zerfallen, wobei zudem Mikrofragmente in die Umwelt gelangen.

Es gibt jedoch auch andere Arten synthetischer Leder, sogenannte plant-based oder bio-based Leder. Diese enthalten Bestandteile aus organischen Pflanzenabfällen und sind in der Regel flexibler und langlebiger als klassisches Öko-Leder. In diesem Artikel des The Guardian werden sie ausführlich beschrieben.

Plant-based Leder sind in den letzten Jahren stark gewachsen: Sie werden aus Apfelschalen, Traubentrester, Ananasresten und anderen pflanzlichen Abfällen hergestellt und gelten als beliebte tierleidfreie Alternative in der veganen Welt.

Leider enthalten diese Materialien, wie bereits erwähnt, fast immer Polyurethan oder andere petrochemische Bestandteile, meist über 50 % der Zusammensetzung, ohne die die pflanzlichen Komponenten nicht ausreichend Stabilität hätten.


Eine 100% pflanzliche und tierleidfreie Lederalternative?

Es gibt jedoch Ausnahmen – die einzigen 100% pflanzlichen und tierleidfreien Lederarten, von denen wir Kenntnis haben:

Leder aus Pilzmyzel

Eine der spannendsten Alternativen ist Leder aus Pilzmyzel, ein Material, das sich ähnlich wie Wildleder anfühlt und keine synthetischen Zusätze benötigt. Derzeit sind zwei dieser Materialien bekannt: Muskin und Mylo.

Leder aus Pilzen ist ein künstlich hergestelltes, aber nicht synthetisch petrochemisches Material und stellt einen interessanten Kompromiss zwischen Ethik und Umwelt dar. Allerdings gibt es zwei große Grenzen: die hohen Kosten und die begrenzte Produktionsskalierbarkeit.

Diese Materialien sind noch nicht breit verfügbar und bleiben teuer, weshalb sie bisher nur in sehr kleinen Mengen produziert werden.

Nicht zufällig stammt eines der bekanntesten Produkte aus diesem Material aus dem Luxussegment: die Sylvania Tasche von Hermès.

Mirum

Eine weitere pflanzliche und vegane Alternative ist Mirum, ein synthetisches Material, das jedoch kein Plastik enthält.

Die Haptik dieses Materials ist sehr interessant und die Optik angenehm. Allerdings sind auch hier die Preise hoch und vergleichbar mit hochwertigem Leder. Zudem waren die Mindestbestellmengen für uns nicht mit der Produktionslogik von Rifò vereinbar.

Zum Vergleich: Einige Produkte aus diesem Material, wie ein Passetui von Pangaia, kosten über 200 €.


Kann auch Leder verantwortungsvoll sein?

Auch wenn es nicht mit veganen oder vegetarischen Prinzipien vereinbar ist, ist es wichtig zu verstehen, woher Leder stammt.

Der Großteil des Leders stammt nicht aus speziellen Lederfarmen, sondern ist ein Nebenprodukt der Fleischindustrie. Leder gilt in diesem Zusammenhang als „Abfallprodukt“ der Tierverarbeitung.

Wichtig ist jedoch, zwischen verschiedenen Produktionsweisen zu unterscheiden. Nicht alle Leder stammen aus denselben Bedingungen. Faktoren wie Tierhaltung, Herkunftsland und Gerbverfahren spielen eine entscheidende Rolle.

Auch die Art der Gerbung ist entscheidend. Häufig wird Leder mit synthetischen Stoffen behandelt, um es stabil und unveränderlich zu machen. Deshalb haben wir uns für die Zusammenarbeit mit Cecchi De Rossi entschieden: Dieses Leder ist 100% natürlich und biologisch abbaubar und wird mit der PelleVino-Methode behandelt, die auf Weintanninen basiert.

Im Allgemeinen versucht nachhaltiges Leder, ein Gleichgewicht zwischen Umwelt, Tieren und Wirtschaft herzustellen und ethische Produktionsprozesse zu gewährleisten. Das bedeutet, dass Hersteller von nachhaltigem Leder extensive und nicht intensive Haltungsformen verwenden. Sie bemühen sich, die Umweltbelastung so gering wie möglich zu halten und das Wohl der Tiere bis ins Erwachsenenalter zu gewährleisten. Außerdem verfolgen sie das Ziel, eine faire und ethische Industrie auch für die Arbeiter zu schaffen.




Sind Lederreste nachhaltig?

Für die Cecchi De Rossi X Rifò Capsule haben wir Produktionsreste des toskanischen Handwerksbetriebs verwendet. Da Leder bereits ein Nebenprodukt ist, handelt es sich hier um „Abfall des Abfalls“.

Diese Lederreste wurden mit unserem regenerierten Denim kombiniert, um die Modelle Oliveta und Nocciolino zu veredeln.

Eine mögliche Kritik aus veganer Sicht ist, dass diese Restmaterialien weiterhin ein System unterstützen, das auf Tierleid basiert.

Wir verstehen diese Position teilweise, glauben jedoch, dass die Wiederverwendung bestehender Materialien – statt neue zu produzieren – ein sinnvoller Schritt in Richtung Nachhaltigkeit ist.

Ähnliche Diskussionen gelten auch für das Recycling von Wolle und Kaschmir sowie für die Kreislaufwirtschaft insgesamt.

Jede Wiederverwendung beginnt mit einer neuen Schöpfung.

Ist das Konzept einer Tasche an sich nachhaltig?

Abschließend sind wir überzeugt, dass das Thema Leder in einer sehr persönlichen und teilweise auch irrationalen Welt stattfindet.

Jeder hat seine eigene Sichtweise und Bedürfnisse: Materialien, Formen, Größen – was ist entscheidend?

Eine Tasche ist zwar praktisch notwendig, aber gleichzeitig auch ein stark ästhetisch geprägtes Objekt, das oft über seine Funktion hinaus idealisiert wird.

Wie viele Taschen besitzen wir eigentlich? Und wie viele würden wir wirklich im Laufe eines Lebens brauchen?

Hast du darüber schon einmal nachgedacht? Teile gerne deine Meinung in den Kommentaren – wir freuen uns über jede Perspektive zur idealen nachhaltigen Tasche.

 

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